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Verantwortung für dein Leben übernehmen – Warum die Lebensmitte der richtige Moment ist

Autorenbild: Christiane Näscher
Christiane Näscher
10. Sept.
3 Min. Lesezeit

Erinnerst du dich noch an die Schulzeit? Wir konnten "meckern", so viel wir wollten. Über die Lehrerin, die uns ungerecht behandelt hat. Über den Stundenplan, den wir nicht verstanden haben. Über Regeln, die uns einfach vorgesetzt wurden. Und trotzdem – wir sind morgens aufgestanden und in die Schule gegangen. Es gab keine echte Wahl. Wir haben die Schule einfach durchlaufen, Jahr für Jahr, bis sie vorbei war.


Vielleicht kennst du dieses Gefühl auch aus anderen Lebensphasen. Aus der Familie, in die wir hineingeboren wurden. Aus Beziehungen, in die wir hineingerutscht sind. Aus einem Job, den wir "einfach so" angenommen haben, weil er sich gerade ergeben hat.


Und jetzt? Jetzt darf es anders sein. Jetzt hast du dein Leben in der Hand.


«Meckern» dürfen wir immer noch – aber die Verantwortung bleibt bei uns

Natürlich dürfen wir uns weiterhin beschweren, wenn etwas nicht so läuft, wie wir es uns wünschen. Das ist menschlich und ist erlaubt. Aber der große Unterschied zu früher ist: Wir sind nicht mehr Teil eines Systems, das wir einfach durchlaufen müssen. Wir sind für uns selbst verantwortlich.


Das klingt zunächst nach einer riesigen Last. Und manchmal fühlt es sich auch so an. Verantwortung für das eigene Leben zu übernehmen bedeutet, sich nicht mehr hinter Umständen, anderen Menschen oder "das war schon immer so" verstecken zu können.

Aber es bedeutet auch etwas anderes, etwas viel Schöneres: Wir dürfen entscheiden.


Was macht es mit dir, wenn du Verantwortung übernimmst?

Ich lade dich ein, kurz innezuhalten und dieser Frage nachzuspüren: Was macht es eigentlich mit mir, wenn ich wirklich die Verantwortung für mein Leben übernehme?


Für viele Frauen, die ich begleite, ist das zunächst ein ungewohntes, fast beklemmendes Gefühl. Denn wenn ich verantwortlich bin, kann ich mich nicht mehr zurücklehnen und sagen: "Das Leben hat das mit mir gemacht." Stattdessen darf ich mir eingestehen: Ich habe die Entscheidung.


Vielleicht entsteht aber auch ein Gefühl der Freude, bei den Gedanken, worauf richte ich meinen Fokus, wenn die Kinder aus dem Haus sind, was wollte ich schon immer einmal erleben? Diese Fragen sind nicht einfach zu beantworten. Aber sie sind deine Fragen. Niemand sonst kann sie für dich beantworten.


Warum gerade die Lebensmitte der richtige Moment dafür ist

In der Lebensmitte verändert sich oft etwas. Die Dinge, die uns früher wichtig erschienen – Anerkennung, es allen recht machen, funktionieren – verlieren an Kraft. Gleichzeitig taucht eine neue, oft leise Frage auf: Was will ich jetzt eigentlich vom Leben?

Das ist keine Krise, auch wenn es sich manchmal so anfühlt. Es ist eine Einladung an dich, endlich hinzuschauen, was du wirklich willst – nicht das, was von dir erwartet wird, nicht das, was "man" in deinem Alter tut oder nicht tun sollte, sondern das, was wirklich in dir lebendig ist.


Welche Erlaubnis gibst du dir?

Hier kommt die Frage, die ich dir besonders ans Herz legen möchte:

Wovon hast du schon immer geträumt? Vielleicht ist es ein Wunsch, den du vor langer Zeit beiseitegelegt hast, weil "gerade keine Zeit dafür war". Vielleicht ist es eine Sehnsucht, die du dir selbst kaum eingestehst, weil sie dir zu groß, zu mutig oder zu unpassend erscheint.


Welche Erlaubnis gibst du dir, diese Träume und Wünsche umzusetzen? Verantwortung für dein Leben zu übernehmen heißt auch, dir selbst die Erlaubnis zu geben, diesen Traum wieder ernst zu nehmen. Nicht morgen, nicht "wenn die Zeit reif ist" – sondern jetzt, in genau dieser Lebensphase, in der du gerade stehst.


Was sich verändert, wenn du dir diese Erlaubnis gibst

Vielleicht lautet die Antwort irgendwann: Du wartest nicht mehr darauf, dass dir jemand von außen sagt, was richtig für dich ist. Du spürst wieder, was deins ist, und erlaubst dir, danach zu handeln.

Aber vor allem verändert sich etwas Grundlegenderes: Du begegnest deinem Leben anders. Du spürst früher, wenn etwas nicht mehr stimmt, erkennst deine eigenen Bedürfnisse und beginnst, danach zu handeln. Und aus diesen vielen kleinen, neuen Entscheidungen verändert sich mit der Zeit dein Alltag, deine Beziehungen, deine Freizeit, dein Umgang mit deinem Körper, deiner Energie – und letztlich die Art, wie DU dein Leben lebst.


Ein Gedanke zum Mitnehmen

Du bist nicht mehr in einem System, das du einfach durchlaufen musst. Du gestaltest dein Leben – mit allem, was dazugehört: mit der Freiheit zu entscheiden, mit der Verantwortung, die das mit sich bringt, und mit der Gewissheit, dir das zu erlauben, wovon du schon immer geträumt hast.


Wenn du magst, nimm dir heute einen Moment Zeit und frag dich: Was würde sich in meinem Leben verändern, wenn ich mir diese Erlaubnis gebe?


Wenn du dabei Begleitung möchtest – dann melde dich bei mir, ich bin gerne für dich da, im Entfaltungsraum.

 
 

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